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Darmkrebszentrum am Malteser Krankenhaus Seliger Gerhard Bonn/Rhein-Sieg

Diagnostische Möglichkeiten

Die sicherste diagnostische Möglichkeit für die Erkennung einer Krebserkrankung im Darm ist die Darmspiegelung, die so genannte Koloskopie. Andere Verfahren werden ergänzend dazu eingesetzt, um beispielsweise zu untersuchen, ob andere Organe von Metastasen, also Tochtergeschwüren, betroffen sind. Da Darmkrebs in einem frühen Stadium sehr gute Heilungschancen hat, ist eine frühe Diagnose durch eine Spieglung wichtig.

Da die frühe Erkennung von Darmkrebs so wichtig ist, wird die Vorsorge-Koloskopie ab dem 55. Lebensjahr von Ihrer Krankenkasse gezahlt.
In frühen Stadien haben Darmkrebs-Patienten meistens keinerlei Beschwerden, so dass dieser Vorsorge-Untersuchung große Bedeutung zukommt. Bei Ihrem Hausarzt können Sie einen Stuhltest durchführen lassen, der Blut im Stuhl nachweisen kann - die Kosten für diese Untersuchung werden ab dem 50. Lebensjahr von der Krankenkasse übernommen. Allerdings gibt ein gesunder Befund dieses Tests noch keine Sicherheit darüber, dass keine Krebserkrankung vorliegt.
Eine sichere Diagnose
bringt nur die Darmspiegelung!

Was passiert bei einer Darmspiegelung?

Bei der Darmspiegelung wird ein Endoskop, ein biegsamer Schlauch, über den After in den Darm eingeführt. Das Endoskop ist mit einer Lichtquelle und einer kleinen Kamera ausgestattet, so kann der durchführende Arzt den Darm von innen betrachten.
Über das Endoskop wird vorsichtig Luft in den Darm gegeben, so dass die Darmwände ein wenig gedehnt werden. So wird jede Falte des Darms bestmöglich sichtbar und auch kleinste Veränderungen der Darmschleimhaut können entdeckt werden.

Sollten Veränderungen gefunden werden, kann der Gastroenterologe direkt während der Spiegelung eine Gewebeprobe mit einer kleinen Zange entnehmen. Polypen (Wucherungen) können ebenfalls während der Untersuchung mit einer speziellen Schlinge direkt entfernt und anschließend auf Krebszellen untersucht werden.

Ist die Untersuchung schmerzhaft?

Nein, eine Darmspiegelung ist eine Untersuchung des Mastdarms und Dickdarms, die unter einer leichten medikamentösen Beruhigung von speziell ausgebildeten Ärzten schmerzfrei durchgeführt wird. 

Wie wird eine Darmspiegelung vorbereitet?

Eine sichere Diagnose kann nur gestellt werden, wenn der Darm vollständig entleert und sauber ist. Daher bekommen Sie am Tag vor der Untersuchung ein Abführmittel und eine Lösung, die bewirkt, dass der Darm nur noch klare Flüssigkeit ausscheidet.

Ergänzende Verfahren

Ultraschalluntersuchungen der Bauchorgane (Milz, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Leber) sowie der Lymphknoten und Gefäße im Bauch werden bei einer Darmkrebserkrankung gemacht, um zu untersuchen, ob der Tumor bereits Tochtergeschwüre (Metastasen) gebildet hat.

Eine Computer-Tomographie (CT) oder eine Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) wird häufig durchgeführt, um Lage und Außmaß der Tumore sichtbar zu machen.

Eine Röntgenuntersuchung des Darms mit Kontrastmitteln gibt ebenfalls Aufschluss über eventuell vorhandene Tumore und Veränderungen des Organs. Eine Darmspiegelung gewährleistet allerdings eine gründlichere Untersuchung und bietet zudem die Möglichkeit, direkt Gewebeproben zu entnehmen, die anschließend auf Krebszellen untersucht werden können.
Daher wird eine Röntgenuntersuchung des Darms nur dann durchgeführt, wenn eine Darmspiegelung nicht möglich ist.

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