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Darmkrebszentrum am Malteser Krankenhaus Seliger Gerhard Bonn/Rhein-Sieg

Diagnose Darmkrebs - Was bedeutet das ?

Die Diagnose einer Krebserkrankung bedeutet immer einen Einschnitt für betroffene Patienten. Es stellen sich viele Fragen rund um das Krankheitsbild, die Therapie und die Heilungschancen. Mit diesen Fragen möchten wir Sie nicht allein lassen!
Die Antworten auf die häufigsten Fragen rund um die Diagnose Darmkrebs haben wir auf dieser Seite für Sie zusammengestellt. 

Was ist Darmkrebs

Grundsätzlich ist eine Krebserkrankung die unkontrollierte Teilung und damit einhergehende Vermehrung von Zellen in einem Gewebe oder einem Organ.
Im Fall einer Darmkrebserkrankung bedeutet dies konkret, dass eine (zunächst gutartige) Wucherung im Gewebe, ein so genannter Darmpolyp, sich ausdehnt und weitere Gewebeteile des Darms befällt.
Dabei können der Dickdarm (Kolonkarzinom) und der Mastdarm (Rektumkarzinom) betroffen sein. Am häufigsten tritt eine Krebserkrankung im letzten Darmabschnitt auf. 

Wie sehen die Symptome aus?

Darmkrebserkrankungen bleiben sehr häufig zu lange unerkannt.Dies liegt daran, dass eine solche Erkrankung über einen langen Zeitraum keine Beschwerden verursachen.Das macht die Vorsorge durch Darmspiegelungen so wichtig.
In frühen Stadien ist die Krankheit sehr gut heilbar - dazu muss sie allerdings auch frühzeitig erkannt werden.

In späteren Stadien sind die typischen Symptome beispielsweise Blut im Stuhl, wechselnde Stuhlgewohnheiten (beispielsweise häufiger Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfall), krampfartige Bauchschmerzen, Gewichtsverlust, Appeitlosigkeit und dauerhafte Müdigkeit. Diese "Alarmzeichen" sollten Sie unbedingt Ernst nehmen. Die Vorsorge bleibt jedoch die sicherste Möglichkeit, eine Krebserkrankung des Darms möglichst früh zu erkennen. 

Was spricht für die Behandlung in einem Darmkrebszentrum?

Die Behandlung einer Darmkrebserkrankung ist komplex und bezieht Fachleute mehrerer Disziplinen mit ein.
Die Behandlung in einem Darmkrebszentrum garantiert Ihnen, dass sich diese Experten untereinander bestmöglich abstimmen und Sie feste Ansprechpartner haben, zu denen Sie Vertrauen aufbauen können. Chirurgen, Gastroenterologen und Radiologen im Malteser Krankenhaus Seliger Gerhard Bonn/Rhein-Sieg arbeiten eng mit niedergelassenen Fachärzten zusammen.
Viele weitere Berufsgruppen wie Sozialarbeiter, Psychoonkologen, Seelsorger, Physio- und Stomatherapeuten und Ernährungsberater ergänzen Ihr Behandlungsteam.

Die enge Zusammenarbeit, regelmäßige Qualitätsüberprüfungen und die Behandlung nach den jeweils aktuellen Leitlinien geben Ihnen die Sicherheit, rundum in guten Händen zu sein.
Dies gilt auch für die Zeit nach der Therapie: Durch die enge Zusammenarbeit von Krankenhaus und Hausärzten ist eine regelmäßige Nachsorge bestmöglich organisiert. 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

"Die" Therapie bei Darmkrebs gibt es nicht. Welche Therapieverfahren kombiniert und eingesetzt werden, hängt zum Beispiel davon ab, welcher Teil des Darms betroffen ist, in welchem Stadium sich die Erkrankung befindet und ob andere Organe mitbetroffen sind.
In den Tumorkonferenzen entscheiden alle an Ihrer Therapie beteiligten Ärzte gemeinsam über die für Sie optimale Behandlungsform. Mehr zu den einzelnen Therapieverfahren finden Sie unter "Therapie". 

Was passiert nach der Therapie?

Wenn die Therapie Ihrer Erkrankung abgeschlossen ist, beginnt die circa 5-jährige Nachsorge-Zeit. In dieser Phase arbeiten Ihr Hausarzt oder Onkologe und wir eng zusammen, um mögliche Rückfälle (fachsprachlich: Rezidive) oder Streuungen so früh wie möglich erkennen und behandeln zu können.

Sollte Ihre Therapie mit einem künstlichen Darmausgang verbunden sein, ist auch hier Nachsorge wichtig. Unter Umständen ist der künstliche Ausgang nur eine vorrübergehende Maßnahme und wird nach einiger Zeit wieder entfernt oder er ist dauerhaft angelegt und muss entsprechend gepflegt werden.
Unabhängig von der Dauer des künstlichen Ausgangs sind spezielle Stoma-Therapeuten für Sie da, damit Sie sich in der für Sie neuen Situation bestmöglich zurechtfinden.

Weitere Unterstützung erhalten Sie durch die Mitarbeiter unseres Sozialdienstes und durch die Psychoonkologen unseres Teams. Weitere Informationen zu diesen Themen finden Sie unter "Nachsorge".

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